Auf Einladung der CDU-Hemer hielt der Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak im Woeste-Gymnasium einen vielbeachteten Vortrag unter dem Titel „Krisen, Konflikte und Kriege 2026 – Deutschlands Rolle und Verantwortung“. Insgesamt 45 Gäste waren der Einladung gefolgt, um sich mit aktuellen weltpolitischen Entwicklungen und der Rolle Deutschlands in einer zunehmend krisenbelasteten Welt auseinanderzusetzen.
Hemers CDU-Vorsitzender Dr. Martin Gropengießer und Bürgermeister Christian Schweitzer unterstrichen in ihrer Begrüßung die Bedeutung des politischen Austauschs vor Ort. Gerade in heutigen Zeiten sei ein neuer und vor allem ungewohnter Stil in der Weltpolitik wahrzunehmen, sodass es bei manchen Nachrichten stellenweise schwer falle zwischen Satire und Realität zu unterscheiden. Das zeige vor allem die mediale Begleitung der Handlungen von US-Präsident Donald Trump, so Schweitzer. Daher sei es enorm wichtig, dass auch auf lokaler Ebene auf der Basis von Fakten über weltpolitische Entwicklungen diskutiert und gestritten werde, um die Demokratie insgesamt zu stärken. Nur so könne man Fake-News und populistischen Strömungen auch in Hemer entgegentreten, ergänzte Dr. Gropengießer.
Hier stieg Ziemiak mit Blick auf die Arbeitsweise des US-Präsidenten in seinen gut 90-minütigen Vortrag ein. Es folgten Analysen zum Russland-Ukraine-Krieg und zu Wladimir Putins Bestreben, Russland wieder als Weltmacht zu etablieren. Auch der Nahostkonflikt und die aktuelle Situation im Gazastreifen wurden intensiv beleuchtet. Weitere Stationen des Vortrags waren die Konflikte in Syrien und im Jemen sowie die geopolitischen Spannungen zwischen China und Taiwan. Paul Ziemiak konnte seine Ausführungen mit seinen eigenen Erfahrungen als Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages sachorientiert anreichern und dabei exemplarisch auch die politischen Entscheidungsprozesse im politischen System der BR Deutschland beleuchten.
Die Gäste beteiligten sich mit zahlreichen Fragen an der Diskussion. Neben außenpolitischen Themen ging es dabei auch um die Rolle Deutschlands in dieser konfliktreichen Welt. Ziemiak zeigte sich überzeugt davon, dass Deutschland viel bewegen könne, betonte jedoch: „Unser internationales Engagement muss immer mit unseren eigenen Interessen zusammenfließen, wenn es nachhaltig und erfolgreich sein soll.“
Auch innenpolitische Fragen wurden aus dem Publikum aufgegriffen. Ziemiak verwies hier auf Reformen der Bundesregierung, etwa beim Bürgergeld oder in der Migrationspolitik. „Gesellschaftlicher Frieden und das Zurückgewinnen von Vertrauen in die Politik sind entscheidend, damit Deutschland wieder stärker wird und in der heutigen Welt bestehen kann“, so Ziemiak.



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